Schutzhundesport und ein Dobermann?

Schutzhundesport und ein Dobermann? – Ja, und zwar für Fünftklässler!
Schüler der Pottensteiner Mittelschule lernen Umgang mit dem Hund und das Prinzip des Schutzhundesports

 

 

 

PEGNITZ - Was ist Hundesport eigentlich? Und wie funktioniert das genau? Sind Schutzhunde gefährlich? Und wie geht man eigentlich mit einem Hund – egal welcher Art – um? All diese Fragen wurden den Fünftklässlern der Mittelschule Pottenstein am Mittwoch, den 4. Juni, in unserem Vereinsheim von Carlo Steinmüller beantwortet. Das langjährige Mitglied, selbst Lehrer, brachte so den Kindern sowohl die „12 goldenen Regeln“ im Umgang mit dem Hund, als auch die Funktionsweise unseres Hundesports, der in der heutigen Zeit mit immer mehr Vorurteilen zu kämpfen hat, näher.
Um 10 Uhr trafen die Jungen und Mädchen zusammen mit ihrer Lehrerin Frau Frötschel ein und staunten bereits angesichts der Größe des Platzes und nicht zuletzt wegen des Dobermanns, der sie dort erwartete. Dieser sollte ihnen, nach einigen Erklärungen Herrn Steinmüllers, zusammen mit seinem Besitzer, unserem Vorstand Waldemar Dressel Übungen und Disziplinen aus dem Schutzhundesport zeigen. Natürlich wurde hier zuerst auf die „Grunddisziplin“ der Unterordnung eingegangen. In dieser Sparte ist der Gehorsam des Hundes gegenüber seinem Führer besonders wichtig. Durch die einwandfreie Vorführung des Dobermannes Gando waren die Schüler sogleich eingenommen von diesem und hellauf begeistert, dass das Tier „so gut hört“.
Auch der von Außenstehenden umstrittene Schutzdienst wurde den Kindern gezeigt. Herr Steinmüller erklärte zu Anfang das Verhalten des Hundes gegenüber der Beute, des sogenannten „Schutzarmes“, den der Figurant, also der „Verbrecher“, trägt. Das Ziel des Hundes ist hierbei also nicht, den Menschen zu schaden, sondern lediglich seine Beute zu ergattern. Dies wird von lautem Bellen begleitet. Gando wurde daraufhin sogleich mit einem Ball belohnt. Bald bemerkten die Mädchen und Jungen also, dass auch ein Dobermann unmittelbar nach solch einer gefährlich aussehenden Übung ganz normal mit Kindern umgeht und diesen natürlich sein neu ergattertes Spielzeug zeigen will. So folgte also der Höhepunkt des Tages für die Kinder: Ball spielen mit Gando. Auch wenn wenige angesichts der beeindruckenden Größe des Hundes Angst hatten, legte sich diese schnell.  
Während Waldemar Dressel anschließend die nächste Disziplin vorbereitete, beschäftigten sich die Schüler zusammen mit den beiden Lehrern mit den „12 goldenen Regeln“ im Umgang mit dem Hund, um in der Zukunft souveräner mit Hunden umzugehen und ihr Wissen auch an andere weitergeben zu können. Hierbei wurden Fragen wie „Darf ich den Hund beim Fressen stören?“, „Wie begegne ich einem fremden Hund?“ oder „Wie kann ich das Verhalten eines Hundes deuten?“ beantwortet, was sowohl den Kindern, als auch den Lehrern sichtliches Vergnügen bereitete.
In Staunen versetzt wurde die Gruppe erneut durch die Vorführung einer Fährte, bei der der Hund eine stundenalte Spur, für den Menschen im Gelände nicht mehr sichtbar, nur aufgrund ihres Geruchs zurückverfolgen muss. Nach Beantwortung der vielen Fragen, die angesichts des neu Erlernten auf Herrn Steinmüller und Herrn Dressel einstürmten, gab es noch ein gemütliches Beisammensein in unserem Vereinsheim, bei dem unter andern noch die eine oder andere Frage beantwortet wurde.
Alles in allem war der Vormittag ein abwechslungsreicher Unterrichtstag, der sowohl für die Schüler und Schülerinnen, als auch für unseren Verein positive Folgen mit sich brachte. Besonders freuen wir uns über den gelungenen Tag, da es wichtig ist, der Jugend den richtigen Umgang mit dem Hund näher zu bringen. Auch für unseren Hundesport ist es sehr wichtig, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und so eine objektivere Sicht auf diesen in der Gesellschaft zuzulassen. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist uns mit dem Besuch der 5. Klasse aus Pottenstein geglückt!

 

 

 

 

 

Bilder u. Bericht  (Anna Steinmüller, Jugendmitglied der SV-OG Pegnitz u.Umgeb.e.V.)